Wer ich bin – und wie das
Main Lieblingswerk entstanden ist

Kreativ war ich schon immer. Gleichzeitig war mir wichtig, mit Menschen zu arbeiten und etwas zu schaffen, das Freude bringt. Trotzdem verbrachte ich fast 25 Jahre in einem klassischen Bürojob – als Fremdsprachensekretärin und Assistentin in einem großen Unternehmen. Die Arbeit hat mir lange Zeit Spaß gemacht, doch nach der Geburt meiner beiden Töchter veränderte sich vieles. Meine alte Stelle konnte ich nicht in Teilzeit weiterführen, passende Alternativen waren schwer zu finden – und so schlich sich über die Jahre eine gewisse Unzufriedenheit ein.
Irgendwann landete ich wieder in einer Position, die mir Freude machte und in einem Umfeld, das gut zu mir passte. Doch durch betriebliche Veränderungen musste ich mich erneut neu orientieren. Anstatt einfach „weiterzumachen wie immer“, traf ich eine Entscheidung, die mein Leben nachhaltig verändern sollte: Ich begann ein Fernstudium zur Marketingfachwirtin.
Und ja – mit Mitte 40 und zwei Kindern ist das kein Spaziergang. Aber ich hatte endlich wieder das Gefühl, dass es genau das ist, erst mal tun musste um beruflich nicht auf der Stelle zu treten.
Während der letzten Monate meines Studiums begann ich intensiv darüber nachzudenken, wie es beruflich weitergehen könnte. Die Vorstellung, noch einmal ganz von vorne in einem Unternehmen zu beginnen, mich wieder beweisen zu müssen und letztlich doch nur die Ziele anderer zu unterstützen – sie fühlte sich plötzlich nicht mehr richtig an. Stattdessen wurde die kleine Stimme in meinem Kopf immer lauter: Was, wenn ich etwas Eigenes mache?
Was, wenn ich meiner Kreativität endlich Raum gebe – ganz wortwörtlich?
Ich suchte ursprünglich nur einen Platz, um meinen kreativen Hobbys nachzugehen, denn zuhause war dafür schlicht kein Raum mehr. Doch je länger ich suchte, desto mehr entwickelte sich die Idee weiter:
Warum sollte ich diesen Raum nicht mit anderen teilen? Warum nicht Workshops geben, Menschen inspirieren, Kinder und Erwachsene in ihre Kreativität begleiten – und ihnen helfen, ihr eigenes „Lieblingswerk“ zu schaffen?
Wenn nicht jetzt – wann dann?
Natürlich bedeutet Selbstständigkeit immer ein Risiko. Finanziell und überhaupt. Aber manchmal muss man im Leben etwas wagen. Und ich darf an dieser Stelle sagen: Ohne meinen wunderbaren Mann wäre das alles nicht möglich. Er unterstützt mich, wo er kann – in der Kinderbetreuung genauso wie als finanzieller Rückhalt. Dafür bin ich ihm unendlich dankbar.
Schließlich fand ich die perfekten Räume in Hattersheim. Und dann ging alles ganz schnell – und gleichzeitig dauerte es viele Wochen:
Planen, renovieren, Möbel aussuchen, Konzepte schreiben, Businessplan erstellen, Materialien testen … und nach knapp vier Monaten stand er endlich vor mir: mein Traum vom eigenen Kreativ-Atelier.
Inzwischen gibt es das Main Lieblingswerk seit knapp zwei Monaten – und in dieser kurzen Zeit ist schon so viel Schönes passiert. Zwei Weihnachtsmärkte, erste Workshops mit Kindern und Erwachsenen, Eltern-Kind-Bastelnachmittage und Ferienkurse liegen bereits hinter mir. Ich durfte so viele kreative Kinder, neugierige Workshopteilnehmerinnen und -teilnehmer und wunderbare Menschen kennenlernen. Es gab tolle Gespräche, leuchtende Augen, konzentriertes Werkeln und ganz viel Begeisterung – genau das, wofür ich diesen Ort geschaffen habe.
All das war erst der Anfang. Ich freue mich riesig auf alles, was noch kommt: neue Kurse, neue Ideen, neue Lieblingswerke und viele weitere Begegnungen. Jeder Besuch, jedes Lächeln und jedes selbst geschaffene Werk bestärken mich darin, dass dieser Weg der richtige ist.
Ich wünsche mir, dass das Main Lieblingswerk ein Ort bleibt, an dem man ankommen, durchatmen, kreativ sein und einfach eine gute Zeit haben darf – und an dem nach und nach eine kleine, bunte Gemeinschaft entsteht, die die Freude am Selbermachen teilt.
Ich freue mich darauf, mit euch diese Reise weiter zu gestalten und gemeinsam viele Lieblingswerke entstehen zu lassen. 💛
07. Januar 2026
